FAQ

Nachfolgend findest du viele Antworten und Erklärungen zu RGFA sowie Links zu Partnerseiten.

1. Ist RGFA gefährlich?

Nicht gefährlicher als andere Sportarten. Auf das Einhalten der Regeln wird hohen Wert gelegt. Wie schon beschrieben, es handelt sich nicht um Prügeln. Natürlich sind wie bei jeder Kampfsportart kleine Blessuren (Kratzer, blaue Flecken) möglich. Dies kann aber auch bei generell jeder Sportart der Fall sein. Das Risiko, sich an einem Dorffussballturnier mit Amateuren zu verletzen ist um einiges grösser. Die Trainingsplätze werden aus sicherheitstechnischen Punkten ausgewählt, bei Brücken z.B. wird auf ein genügend grosses Geländer/Brüstung geachtet und die Distanz zu ungesichertem gefährlichen Gelände muss genügend gross sein. Ebenfalls ist immer ein Instruktor/Wettkampfleiter vor Ort und überwacht das Training.

 

2. Wieso trägt man solche Kleidung?

Einerseits wird dies aus Gründen des Schutzes empfohlen. Die Stiefel stabilisieren die Knöchel, schützen vor Ästen, Dornen, Zecken, Steinen und Witterung, lange Leggings bieten ebenfalls Schutz vor Kälte und Gegenständen in der Natur, trotzdem ist die Beweglichkeit gegeben. Ebenso haben die Stiefel einen ähnlichen Schutz wie Schienbeinschoner. Anderseits ist die Kleidung aus historischem Aspekt.

Natürlich sind auch andere Kleider möglich, jedoch stellen wir nur die offiziellen RGFA-Kleider zur Verfügung. Gerade wenn aktiv Kampfsport betrieben wird und der Untergrund es zulässt, kann in normaler Trainingskleidung teilgenommen werden.

 

3. Kostet die Teilnahme etwas?

Nein, einen Mitgliederbeitrag existiert nicht. Falls du selbst Stiefel kaufen möchtest gibt es die Second Hand für ca. 20.00 Fr., dazu je nach dem die Kosten für Verpflegung und Billette bei einem Training. Wir verstehen uns als non-profit Organisation und wollen keine Gewinne erzielen, deshalb verdienen die Insturktoren/Wettkampfleiter auch nichts. Falls es in einem späteren Zeitpunkt viele Interessentinnen für RGFA gibt und eine Vereinsgründung ansteht, könnte ein Umkostenbeitrag, respektive ein Vereinsbeitrag anfallen. Dies jedoch im sehr tiefen Rahmen von einigen Franken. RGFA wird nie profitorientiert sein.

 

4. Was kann ich als Teilnehmerin für Wünsche anbringen?

Einerseits kannst du entscheiden, nach welchen Regeln und wie du kämpfen möchtest. Zusätzlich kannst du wünschen, ob du einen vorgängigen Postenlauf absolvieren möchtest, zudem die Länge und die Intensität von diesem. Auch gegen wen du antrittst und was du bei einem Training in Punkto Selbstverteidigung lernen möchtest kannst du frei wählen.

 

5. Gehe ich irgendwelche Verpflichtungen ein?

Nein, es gibt nur eine lose Mitgliedschaft. Auch unterschreibst du bei RGFA einzig, dass du versichert bist. Du gehst einzig eine mündliche Verpflichtung ein, wenn du dich für einen Wettkampf bereit erklärt hast. Zwingende Verschiebegründe sind jedoch Krankheit und andere schwerwiegende Ereignisse, dann wird der Wettkampf auf ein anderes Datum verschoben. Ein unbegründetes Nichtantreten ist gegenüber deiner Gegnerin und dem Instruktor/Wettkampfleiter nicht fair und somit wirst du nicht mehr zu RGFA zugelassen.

 

6. Gibt es  regelmässige Trainings dazu?

Noch nicht, früher oder später ist jedoch eine Vereinsgründung geplant und es sollen auch wöchentliche Trainings angeboten werden bei entsprechendem Interesse. Die Trainings werden danach explizit auf RGFA ausgerichtet sein und sollen einerseits wettkampfmässiges Kämpfen aber auch Techniken für den Notfall beinhalten. Ebenso allgemeine Fitness und Theorie (Rechtslehre, Taktik, Umgang mit Gegenständen und Reizstoffsprays, Erste Hilfe, usw.). Sprich, das gleiche Prinzip wie jetzt schon, jedoch in der Gruppe und in regelmässigen Abständen (z.B. wöchentlich).

 

7. Wieviele Trainings/Wettkämpfe muss ich machen?

Das wird alleine dir überlassen. Du kannst einen im Jahr machen oder auch zwei im Monat. Generell empfehlen wir nicht zu häufig teilzunehmen. Ein Training pro Monat sollte das grundsätzliche Maximum für den Anfang sein. Ebenso ist abhängig, wie die Wettkampfleiter verfügbar, respektive ausgelastet sind.

 

8. Was für Regeln gibt es beim Kämpfen?

Grundsätzlich werden vereinfachte Regeln bekannter Kampfsportarten beachtet. Maximal ist ein Kampf nach verschärften MMA-Regeln gestattet. Bei Kämpfen nach bekannten Kampfsportregeln (wie Judo, Karate oder ähnlichem) sind natürlich Kenntnisse von diesen Sportarten vorausgesetzt.

Wenn du noch nie Kampfsport ausgeführt hast, dann lassen sich die Regeln sehr einfach individuell zusammensetzen. Dies sind dann sogenannte "Freie Regeln". Zum Beispiel wird festgelegt, dass beim Kampf kein Vollkontakt stattfinden darf (die Schläge sind dann nur sanft und angedeutet), ebenso keine Schläge gegen den Kopf, Nacken, Rücken und Gelenke. Generell können die Teilnehmerinnen sehr stark mitbestimmen, wie das jeweilige Regelwerk praktisch aussehen soll. Wie weit du gehen möchtest ist einzig und alleine dir überlassen. Die Instruktoren/Wettkampfleiter beraten dich natürlich vorgängig.

Generell empfehlen wir dir, nicht nach "starren" Regeln einer Kampfsportart zu kämpfen. RGFA beruht darauf, dich möglichst auf einen Ernstfall vorzubereiten. Bei einem Ernstfall wirst du dich selten mit nur einer Kampfsportart verteidigen können. Als Beispiel sei erwähnt: Ohne Schläge kommst du oft nicht aus, diese erlernst du bei Judo jedoch nicht. Ebenso ist ein Bodenkampf oder eine Verteidigung im Liegen manchmal nötig. Bei Kickboxen wirst du jedoch nie am Boden kämpfen. Bei einem RGFA-Kampf wirst du jedoch früher oder später einen Bodenkampf führen müssen, denn nur so kommst du zum Sieg.

MMA (Mixed Martial Arts) ist eine Kampfsportart, wo verschiedene Techniken von diversen Sportarten vermischt. Es besteht ein Mix von Schlägen, Kicks, Würfen und Griffen, sprich Stand- und Bodenkampf und somit kommt diese einem möglichen Ernstfall am nächsten. RGFA geht in diese Richtung, nur weniger intensiv. Bilder von blutüberströmten Kämpferinnen (wie man sie von professinellen MMA-Kämpfen kennt) gibt es auf keinen Fall, somit geht RGFA in den Bereich "Soft-MMA".

Bei den Ausbildungslektionen stützen wir uns oft auf Krav Maga. Dies ist eine hocheffiziente und einfach zu erlernende Selbstverteidigungstechnik, welche von der israelischen Armee eingeführt wurde.

 

9. Kann ich als Teilnehmerin selber entscheiden gegen wen ich kämpfen möchte?

Ja, entweder ist eine Teilnahme gegen eine Freundin/Kollegin möglich, denn der Spassfaktor soll nicht zu kurz kommen. Nur solltest du beachten, bei einem Ernstfall kennst du deinen Gegner/deine Gegnerin auch nicht. Ebenso könnte es dir unter Umständen schwerer fallen gegen eine gute Freundin zu kämpfen. Wenn du gegen eine dir unbekannte Person antreten möchtest, dann wird dies durch das Projektteam arrangiert.

 

10. Kann mich jemand begleiten beim Postenlauf/Wettkampf?

Die Grundidee ist, dass du bei einem Postenlauf alleine unterwegs bist, denn Selbstständigkeit soll bei RGFA gefördert werden. Wenn du aber mit einer Freundin diesen absolvieren möchtest, ist das natürlich problemlos möglich. Generell besteht jedoch die Regel, dass man maximal zu Zweit oder zu Dritt unterwegs ist. Dies auf Grund der nötigen Bewilligung beim Betreten der Plätze, da sonst der Wettkampf rechtlich als "Veranstaltung" gilt und bewilligungspflichtig wird. Gekämpft wird nur "eins-zu-eins". Variationen sind jedoch in Absprache problemlos möglich, wir haben keine festen Strukturen sondern sind flexibel für Ideen. Einzig Männer sind bei RGFA nicht aktiv zugelassen.

 

11. Wieso der Name "RGFA?

In der Mitte des 19. Jahrhunderts gab es eine Selbstverteidigungskampfsportart von amerikanischen Siedlerinnen, welche den Sport auf ähnliche Weise ausübten und RGFA genannt wurde. Die Übersetzung dazu war "Ridinggirlfightart", da meistens zu den Kampfplätzen geritten wurde. Durch den Bürgerkrieg geriet dies Sportart jedoch leider wieder in Vergessenheit. Wir möchten diese geschichtlichen Hintergründe zu einem Teil weiterleben lassen und bezogen auf die Kleidung sowie die Historie enstand unser Projekt. Ebenso übernahmen wir den Namen dazu und halten RGFA für ein Synonym für Selbstverteidigungskampfsport für Frauen. Mit dem Namen "Ridinggirlfightart" hat unser Projekt jedoch keinen direkten Zusammenhang mehr.

 

12. Wieso finden die Kämpfe draussen statt?

Dies auf Grund der Vorbereitung für einen möglichen Ernstfall (welcher hoffentlich nie eintritt). Falls es jedoch einmal zu einem Übergriff oder Angriff auf dich kommen sollte, dann findet dieser höchstwahrscheindlich nicht in einer gewärmten Halle mit weichem Mattenuntergrund und bei optimalen Lichtverhälnissen statt. Deshalb sind die Kampfplätze bei RGFA draussen, bei Kälte, Hitze, im Regen, auf hartem Boden, manchmal bei starker Sonneneinstrahlung, manchmal bei Dunkelheit. Wir wollen möglichst realistische Verhältnisse schaffen, denn diese bereiten dich bestmöglichst auf einen Ernstfall vor (siehe dazu auch Punkt 17). Bei Kämpfen Outdoor gibt es jedoch auch einige Aspekte betreffen der eigenen Sicherheit zu beachten, diese werden dir natürlich auch erläutert. Ein weiterer Grund sind die Kosten. Wir wollen Selbstverteidigung kostenfrei anbieten können. Sobald jedoch Räumlichkeiten gemietet werden müssen entstehen Kosten, welche dann die Wettkämpferinnen tragen müssten.

 

13. Ich habe noch keine Erfahrung, habe nie Kampfsport gemacht, muss ich dann gegen Erfahrene kämpfen?

Wir achten darauf, dass du nur gegen in etwa gleich starke/gleich erfahrene Kämpferinnen antrittst. Bei deiner Anmeldung gibst du an, wie oft du Sport machst, wie schwer und wie gross du bist. Zudem, ob du jemals Kampfsport gemacht hast, welche Sportart, wie oft und wie intensiv. So wirst du eingestuft. Antreten wirst du nur gegen andere Teilnehmerinnen mit ähnlicher Erfahrung. Ausnahmen sind möglich, da musst du jedoch das Einverständnis geben.

 

14. Kampfplätze werden durch Ringe als Steine und Kreuze gekennzeichnet, hat RGFA etwas rituelles, spirituelles oder

       sogar sektenähnliches an sich?

RGFA soll und darf eine Art "Kult" werden. Jedoch nicht wie eine Sekte oder ein "Geheimbund". Wir distanzieren uns klar von jeglichen religiösen oder politischen Zielen. Ein RGFA-Kampfplatz darf aber eine Art "mystische Stätte" sein, denn da findet der eigendliche Höhepunkt eines Wettkampfs sowie das Training statt. Wir wollen mit den RGFA-Plätzen einen geschichtlichen Hintergrund pflegen, als viele Völker in früherer Zeit (z.B. Kelten und Römer) spirituelle Stätten für Opfergaben und Rituale besassen. RGFA-Rituale gibt es zurzeit noch keine, es dürfen sich jedoch mit der Zeit solche (im vernünftigen Rahmen) entwickeln. Spiritualiät soll beim ganzen Wettkampf eine bescheidene Rolle spielen. Denn die mentale Stärke ist mitentscheidend, jedoch betreiben wir kein Yoga oder ähnliche spirituelle Tätigkeiten.

 

15. Wieso gibt es keine Zeitlimit bei den Kämpfen?

Weil bei einem Ernstfall auch keine Zeitlimite vorhanden ist. Ein Angreifer wird unter Umständen auch bei Gegenwehr nicht nach 2 Minuten von dir ablassen. Du sollst bei RGFA an deine Grenze kommen. Bei den ersten Wettkämpfen wird diese wahrscheindlich relativ tief sein, dies individuell je nach deiner Konstitution. Aber mit jedem weiteren Mal wirst du besser, hast mehr Ausdauer, mehr "Biss", magst länger durchhalten und hast bessere Techniken zur Anwendung. Dieses Training ist deshalb sehr effektiv und zielorientiert. Natürlich kannst du aber auch eine Zeitlimite für einen Kampf wünschen, gerade dann wenn du schon eine Kampfsportart ausführst und nach offiziellen Regeln von dieser kämpfen möchtest.

 

16. Was gibt es für verschiedene Variatione bei den Postenläufen?

Hierbei sind wir offen für verschiedenste Ideen. Unser Ziel ist, dass RGFA lebt! Teilnehmerinnen können ihre eigenen Wünsche und Vorschläge einbringen, so soll RGFA stetig weiterentwickelt werden. Einen "roten Faden" wollen wir jedoch behalten, so kann es sein, dass wir gewisse Wünsche leider nicht akzeptieren können. Aber grundsätzlich wie schon beschrieben, du entscheidest über Länge und Intensität des Wettkampfes. Natürlich muss dazu aber ein Konsenz mit deiner Gegnerin gefunden werden. Ein Postenlauf über 24 Stunden oder noch länger (mit Übernachtungen in Unterkünften oder im Zelt) ist für Volljährige und mit entsprechender Erfahrung durchaus möglich. Dies geht in Bereich "Survival-Training" und "Boot-Camp". Ebenso ist ein Teamwettkampf möglich, wo du zusammen mit einer Freundin unterwegs bist, gerade bei längeren Wettkämpfen macht es zu zweit natürlich mehr Spass. Ebenso sind mehrere Teams in einem Wettkampf möglich, wo z.B. durch Wettkämpfe im Cupverfahren entschieden wird, wer eine Runde weiter ist.

 

17. Was unterscheidet RGFA von anderen Kampfsportarten?

Einerseits dass es nur für Frauen ist. Wir wollen Frauen Kampfsport näher bringen und ihnen aufzeigen, dass sie sich wehren können und keine einfache Opfer sind. Frauen soll auch so den Weg zum Ausüben einer Kampfsportart aufgezeigt und erleichtert werden. Auch der (freiwillige) Orientierungslauf vor dem Kampf ist einzigartig. Hier soll der "spielerische" Aspekt zum Zug kommen (ähnlich "Foxtrail" oder "Geocaching"). Zudem soll dir RGFA aufzeigen, was für Kräfte in dir stecken. Ein grosser Unterschied besteht zudem zur Örtlichkeit des Kampfes. Wir wollen möglichst realistische Verhältnisse schaffen um dich für einen Ernstfall wappnen zu können. Nur schon in einer anderen Umgebung als in einem Trainingszentrum zu kämpfen kann dir im Ernstfall helfen. Zudem sollen deine Reserven mobilisiert und Grenzerfahrungen sollen gemacht werden. Nur so wirst du besser, härter und effizienter für der Notfall, aber generell auch für alle möglichen Situationen in deinem Leben. Ganz nach dem Motto: "Trainiere (bei RGFA) hart, kämpfe (im Ernstfall) leicht!"

 


Links

Nachfolgende Links haben einen Bezug zu RGFA oder die Betreiber der Seite haben uns mit Bildern oder Tips unter-stützt.

 

www.burgenseite.ch

Internetseite zu Burgen, Schlösser und Ruinen in der Schweiz und im Ausland

www.raegi.ch

Webseite mit exzellenten Bildern

www.zeitlandschaft.ch

Geschichtliche Hintergrundinformationen zu historischen RGFA-Plätzen

www.theatrum.de

Wissenschaftliche Seite mit vielen historischen Stätten weltweit

www.quartermaster.ch

Verleih und Verkauf von Nord- und Südstaaten-Uniformen

www.standseilbahnen.ch

Internetseite mit allen Standseilbahnen der Schweiz

www.turmfinder.ch

Webseite zu den Aussichtstürmen der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein


Links zum Thema aus der Presse

Die Regierung des Kantons Genf hat beschlossen, an Schulen Selbstverteidigungskurse anzubieten. 23.09.2016

http://www.20min.ch/schweiz/news/story/Schueler-sollen-in-Selbstverteidigungs-Kurse-16046144

 

Manager besuchen Kampfsportausbildung zur Persönlichkeitsschulung. 10.03.2016

http://www.20min.ch/schweiz/zentralschweiz/story/31058584

 

Nach den Vorfällen vom Silverster in Köln werden vermehrt Selbstverteidigungskurse besucht. 08.01.2016

http://www.20min.ch/schweiz/news/story/12776966