Unsere Idee - Was ist WDFA?

 

WOMAN - DEFENSE - FIGHT - ART    auf Deutsch:     FRAUEN - VERTEIDIGUNG - KAMPF - KUNST

 

Leider werden Frauen zunehmend Opfer von Gewalt und Übergriffen. Die Presse zeigt uns dies immer wieder schonungslos auf. Mit diesem Projekt wollen wir Frauen den kostenlosen Zugang zu Selbstverteidigung und Kampfsport ermöglichen und fördern.

 

Die 3 Grundideen sind: 

"Besser werden durch Abhärtung und real Grenzerfahrungen erleben"

"Einfachste Techniken sind die am Schnellsten zu erlernenden Techniken"

"Kämpfen lernen durch kämpfen!"

 

WDFA besteht einerseits aus regelmässigen, abwechslungsreichen Trainingseinheiten, anderseits aus einer neuen Art eines modernen Fünfkampfs. Näheres Details zu diesen beiden Sparten siehe Unterseite "Die zwei Säulen des Projekts".

 

Generell soll WDFA eine Art "Lebensschule" sein und durch aktives Trainieren und Erleben von Grenzerfahrungen die mentale Stärke fördern. Denn diese, kombiniert mit Durchhaltewille, helfen nicht nur in der Selbstverteidigung, sondern generell in allen möglichen Situationen im Leben.

 

Als Ergänzung kann eine Kampfsport- oder Selbstverteidigungsausbildung bei einem Verein besucht werden. Falls aber dazu die Zeit für wöchentliche Trainings fehlt, ist WDFA genau das Richtige.

 

Das Projekt ist als Erstes nur für die Schweiz geplant. Wir verstehen uns als Non-Profit Organisation und wollen einen sinnvollen Zweck fördern. Ebenso wollen wir unser Projekt langsam aufbauen und regional erweitern.

 

 

Vorgehen ab Sommer 2019

 

Bis Ende Sommer 2019 soll das Projekt verfeinert, getestet und ready zur praktischen Ausführung gemacht werden. Ebenso werden Film- und Fotoaufnahmen getätigt und eine Sponsorendokumentation angefertigt.

 

In einer ersten praktischen Startphase ab ca. September 2019 werden die Initianten des Projekts und weitere Personen, welche in Kampfsport- und Selbstverteidigung Erfahrung haben, interessierte Teilnehmerinnen schulen.

 

In einer späteren Phase (ca. ab Frühling 2020) soll das Ziel sein, dass die ersten Teilnehmerinnen mit zunehmender Erfahrung selber zu Instruktorinnen werden (sofern gewünscht) und so ihr Wissen nachkommenden Teilnehmerinnen weitergeben und so eine Art "Schneeballeffekt" entsteht. Das Projektteam wird sich dann mehr und mehr in den Hintergrund zurückziehen und nur noch beratende Funktion übernehmen. So wird im Endeffekt WDFA "Von Frauen - für Frauen"...

 

 

Die Vorteile von WDFA

 

Grundsätzlich ist nicht entscheidend, welche Kampfsport- oder Kampfkunstart man ausübt, sondern dass man eine ausübt. Wir wollen keine Konkurrenz zu anderen Kampfsportarten und Kampfkünsten sein, sondern eine einzigartige Ergänzung. Folgendes ist bei WDFA anders:

 

+ Du kannst selber entscheiden, wie oft du ein Training absolvieren möchtest und bist nicht wöchentlich gebunden, respektive an ein Abonnement eines Vereins. 

 

+ Ebenso kannst du selber entscheiden, was du lernen möchtest. Ob du nur Techniken trainieren möchtest oder ob du dich zusätzlich auch mit anderen Teilnehmerinnen bei einem Wettkampf messen möchtest.

 

+ Du trainierst nicht in der Halle und auf weichen Matten, sondern an Orten wo Realität sind. Dies ist eine effektive Vorbereitung auf den Ernstfall. Denn ein Angriff findet nun mal nicht in der gewärmten Halle mit weichem Mattenboden statt. Einfach gesagt: Nur schon zu spüren, wie sich ein harter und nasser Waldboden anfühlt kann eine Art Abhärtung für den Ernstfall sein. Ebenso erfährst du durch den Besuch von historischen und anderen interessanten Trainingsplätzen einiges an Hintergründen zu diesen Plätzen.

 

+  Dadurch, dass du auch wirklich bei den Sparrings (Übungskämpfe) richtig kämpfst, erlebst du, was es bedeutet eine Auseinandersetzung zu halten. Dies gibt dir durch wenig Zeitaufwand einen sehr hohen Trainingseffekt, was dein Durchhaltewille und deine mentale Kampfstärke angeht. Ebenso lernst du bei der Auseinandersetzung sehr schnell automatisch gewisse Griffe und Techniken. Schlag- und Kicktrainings gegen Matten in Selbstverteidigungskursen sind gut und auch nötig, jedoch für einen Ernstfall ist durch richtiges Kämpfen in Kombination mit vorgezeigten Abwehrtechniken der Benefit um einiges höher.

 

+ Egal ob Unerfahren oder erfahrene Kampfsportlerin, du entscheidest dein Level, deine Art und deine Regeln zu trainieren und die Sparrings zu absolvieren. So kannst du selber bestimmen wie stark du gefordert sein willst.

 

+ Spass, aber auch Grenzerfahrungen kommen durch die Möglichkeit des Wettkampf nicht zu kurz. Du bist in der Natur, lernst dich zu orientieren, deine Geschicklichkeit und Konzentration wird durch Schiessen gefördert und bei Nachtwettkämpfen merkst du wie man sich bei Dunkelheit verhalten soll. Ebenso werden natürliche Ängste abgebaut.

 

+ Durch die Trainingslektionen lernst du einiges zum Thema Selbstverteidigung, Kampfsport und z.B. auch 1. Hilfe. Somit ist die Ausbildung kurz und prägnant, das Erlernte bleibt so eher im Bewusstsein und du lernst verschiedenste Techniken und Möglichkeiten dich zu verteidigen. Je nach Level und Erfahrung bauen die Trainings auch aufeinander auf und es ergibt sich so ein Gesamtkonzept. Alle Techniken können dir auch schriftlich nach dem Training abgegeben und Videoaufnahmen können angefertigt werden, was den Trainingseffekt weiter steigert.

  

+ Wenn du dich für einen Wettkampf entscheidest, kommst du je nach Intensität psychisch und physisch an deine Grenzen. Aber auch das Kämpfen an sich ist körperlich anstrengend und fordernd. Das soll auch das Ziel sein, denn nur wer ans Limit kommt und Grenzerfahrungen macht wird besser!

 

 

Die Nachteile von WDFA

 

- Selbstverteidigung muss regelmässig und intensiv trainiert werden, damit diese im Ernstfall erfolgreich ist. In einem 3-Stunden WDFA-Training erhälst du einen ersten Einblick in den Bereich Selbstverteidigung. Es ist Utopie zu denken, danach "fit" in diesem Gebiet zu sein. Trotzdem: Nur schon zu wissen, wie die korrekte Grundposition ist und einige Sequenzen auf ein Schlagpolster geschlagen zu haben bringt dir viel, ebenso zu fühlen wie es ist, wenn du angegriffen wirst. Das Ziel von WDFA ist unter anderem auch, dein Interesse für Selbstverteidigung und Kampfsport zu fördern und dass du dich später ev. einem Club oder einer Schule anschliesst.

 

- Die InstruktorInnen machen ihre Tätigkeit gratis und sind nicht auf allen Gebieten des Kampfsports Profis. Dies wird sich auch zu einem späteren Zeitpunkt tendenziell nicht ändern. Es wird versucht, das Wissen stetig weiter zu entwickeln, trotzdem erhält man keine vollkommene Profi-Ausbildung in Selbstverteidigung bei WDFA. Wenn du z.B. Krav Maga oder Judo vollumfänglich mit allen möglichen Techniken lernen möchtest und Prüfungen absolvieren willst, solltest du ein regelmässiges Training an einer anerkannten Schule besuchen. Die gezeigten Techniken bei WDFA werden jedoch fachlich korrekt anhand Lehrbuch gezeigt.

 

 

Wer wir sind

 

Marco, Luzern, *1990, KV-Angestellter

Initiator von WDFA

Sportart: Krav Maga

 

"Meine Grundidee ist, eine einfache Verteidigungssportart Frauen weiterzugeben. Diese soll zeitlich flexibel und frei wählbar gestaltet sein, ebenso was man in den Trainings lernen 

                                           möchte."

 

 

Martina, Zürich, *1993, Malerin und Sicherheitsdienstmitarbeiterin

Vice-Initiatorin

Sportart: Judo

 

 "Durch meine Tätigkeit im Sicherheitsdienst und eigener Erfahrung unterstütze ich Marco bei diesem Projekt aus Überzeugung. Ich bin der Meinung, Selbstverteidigung für Frauen wird immer noch von vielen unterschätzt. Bis es einen selber trifft..."

 

 

Unterstützt  werden werden wir von

 

Marius, Uster, *1984, Dipl. Rettungssanitäter HF / Sicherheitsdienstmitarbeiter

Leiter Testtrainings und Testphase / Fotograf

Sportart: Kickboxen

 

Céline, Zofingen, *1994, Sicherheitsdienstmitarbeiterin

Platzverantwortliche, Organisation 

Sportart: Judo

 

 

Die Geschichte hinter dem Projekt und wie WDFA entstand

 

Marco absolvierte im Dezember 2017 einen Sprachaufenthalt auf einer Ranche in Texas, wo WDFA in geschichtlichem Hintergrund zeremoniell durchgeführt wird. Ein brutaler Übergriff auf eine Freundin Anfangs 2018 schockierte uns, Marco und Céline, zutiefst. Dieses Ereignis bewog uns zur Idee von  WDFA. Wir wollen Frauen durch unser aussergewöhnliches Konzept Kampfsport näher bringen und den Sinn für Verteidigung fördern. Leider wird unsere Gesellschaft immer weniger sicher, täglich erfahren wir dies aus den Medien. Somit soll unsere Idee ein Anstoss sein, dass sich Frauen besser verteidigen können.

 

Ursprünglich wurde eine ähnliche Sportart um 1855 in Texas das erste mal ausgeführt. Damals lebten gut 200'000 Menschen in diesem Gebiet, welches die Grösse von Frankreich hat. Heute sind es gut 29 Millionen. Zu dieser Zeit wurden die Frauen (welche sich in der Minderheit befanden) stark unterdrückt und die alleinige Herrschaft ging von den Männern aus. Um ein Zeichen gegen diese Unterdrückung zu setzen gründeten auf Basis des englischen Boxens Siedlerinnen eine Kampfsportart, bei welcher Männer ausgeschlossen waren. Zuerst wurde die Sportart nur im Verborgenen ausgeführt und Techniken zur Selbstverteidigung wurden erlernt. Erst mit den Jahren gelang sie im kleinen Rahmen an die Öffentlichkeit. So kam es, dass sich dieser Bewegung einige dutzend Frauen anschlossen und in Wettkämpfen gegeneinander antraten. Gekämpft wurde dazu noch mit Western-Lederstiefeln. Die Hände waren bandagiert, da Boxhandschuhe noch nicht erfunden waren. Diese Wettkämpfe wurden in der Prärie ausgetragen und mögliche Techniken zur Verteidigung wurden erlernt. Mit dem Ausbruch des Sezessionskrieges geriet die Sportart wieder in Vergessenheit, zu gross waren andere Sorgen der Bevölkerung.
In den 1990er Jahre besann man sich nach mündlichen Überlieferungen zurück, dass diese Sportart vor über 100 Jahren existierte. So wird sie noch heute in traditioneller Form einmal jährlich in Texas mit einem kleinen Fest gewürdigt.