Was ist RGFA?

RGFA ist eine neuartige, kostenlose Selbstverteidigungskampfsportart nur für Girls und Frauen. Die Grundidee ist: "Kämpfen lernen durch kämpfen!"

 

Das Prinzip kurz zusammengefasst:

 

- Durch ein Sparring (Trainingskampf) gegen eine Gegnerin (dies kann eine Freundin, Schwester, Cousine oder auch jemand unbekanntes sein) erlernst du real, was es bedeutet, eine Auseinandersetzung zu halten. Ebenso erlernst du so "learning by doing-mässig" Techniken, welche dir im Ernstfall helfen können, dich zu verteidigen. Gegen wen du kämpfst, nach welchen Regeln, ob wettkampfmässige oder spasseshalber entscheidest du. Sparring wird bei vielen Kampfsportarten praktiziert. Wenn du es möchtest, wird der Kampf auf Video aufgezeichnet und danach analysiert. So erkennst du sofort, wie du dich verbessern kannst. Das Video steht dir danach in Absprache mit deiner Gegnerin natürlich auch zur Verfügung.

 

- Nicht nur aktives kämpfen soll dich in Selbstverteidigung schulen, sondern auch einfach zu erlernende und sehr effektive Techniken aus dem Krav Maga und MMA werden dir in Ausbildungslektionen durch einen Instruktor beigebracht. Auch kannst du den Umgang mit Pfefferspray, 1. Hilfe oder Notwehrrecht erlernen. Die Techniken werden dir in diesen Ausbildungslektionen schrittweise erklärt und danach auch auf Wunsch schriftlich abgegeben. Die Ausbildungslektionen zusammen mit dem Sparring ergeben so ein Gesamttraining, welches sehr effizient ist.

 

- Du entscheidest mit deiner Trainingspartnerin/Gegnerin, wie lange das Training dauert. Dies kann 30 Minuten oder auch bis zu 3 Stunden sein.

 

- RGFA kannst du unabhängig von Wochentag und Uhrzeit machen und bist so vollkommen flexibel, sprich du "musst" nicht wöchentlich ein "starres" Training besuchen. Du kannst dich 2x im Jahr oder auch 2x im Monat für ein Training melden. Je mehr du dabei bist, desto höher ist jedoch der Trainingseffekt. Eine fixe Mitgliedschaft gibt es nicht, du verpflichtest dich zu nichts.

 

- RGFA ist kostenlos. Unser Ziel ist, Selbstverteidigung aus Überzeugung weiter zu geben und so einen sinnvollen Zweck fördern.

 

- RGFA machst du Outdoor. Im Wald, auf einer Wiese, auf einer Waldstrasse, auf hartem Untergrund. Dies ist die Realität. Blaue Flecken und Kratzer sind möglich, aber kein Muss. Je nach dem für welche Härte du dich entscheidest.

 

- Vorkenntnisse in Kampfsport oder Selbstverteidigung sind keine erforderlich. Das Training passt sich deinem Level an.

 

RGFA ist nicht Prügeln und auch nicht "Fight Club für Frauen". Ziel ist nicht, die Gegnerin zu verletzen,  das ganze Konzept beruht auf Verteidigung und ist defensiv und natürlich gibt es Regeln.

 

Um das Konzept noch zu ergänzen kannst du vorgängig und auf freiwilliger Basis einen Wettkampf (Postenlauf/Orientierungslauf, ähnlich wie ein "Foxtrail" oder "Geocaching") im Gelände absolvieren. Dabei werden mit Hilfe von Hinweisen verschiedene Posten mit dem Fahrrad, zu Fuss oder wenn vorhanden z.B. auch mit dem Pferd gesucht. Bei einigen Posten müssen Fragen beantwortet werden oder bei gewissen findest du den Wettkampfleiter vor Ort, welche dir einige Tipps und Tricks zu Selbstverteidigung, Notwehrrecht oder auch 1.Hilfe zeigen. Diese Posten basieren auf demselben Prinzip, wie wenn du RGFA ohne Postenlauf machst und die Ausbildungslektionen vor dem Trainingskampf besuchst. Beim Wettkampf müssen möglichst viele Punkte gewonnen werden. Im Endeffekt gewinnt die Kämpferin mit der höheren Punktzahl. Einen Orientierungslauf kann Nachts oder Tags stattfinden, gerade in der Nacht sind die Anforderungen höher, da die Orientierung schwerer fällt und bedingt durch Müdigkeit schneller Grenzerfahrungen gemacht werden. Generell lernst du deinen "inneren Schweinehund" kennen und ihn besiegen. Es sind verschiedene Varianten eines Wettkampfs (Postenlaufs) möglich und du selber kannst dein Level entscheiden, es wird ähnliche einem "Boot-Camp" gehandhabt. Mit der Variante eines Wettkampfs wollen wir erreichen, dass Selbst-verteidigung nicht "starr" im Rahmen eines Trainings erlernt werden kann, sondern möglichst abwechslungsreich und vielseitig gestaltet werden kann, wo auch Spass nicht zu kurz kommt.

 

Generell soll RGFA eine Art "Lebensschule" sein und durch aktives Kämpfen und Erleben von Grenzerfahrungen deine mentale Stärke fördern. Denn diese und Durchhaltewille helfen dir nicht nur in der Selbstverteidigung, sondern generell in allen möglichen Situationen in deinem Leben.

 

 

Kurz gesagt bieten sich 3 Variationen, ein Training zu absolvieren:

 

1.Nur kämpfen (Sparring) unter Aufsicht des Instruktors (Zeitrahmen ca. eine Stunde)

2.Besuch von einigen Ausbildungslektionen nach deiner Wahl (z.B. Abwehrtechniken, Schlagtechniken, Pfefferspray, usw.) und danach der Kampf gegen deine Gegnerin (Dauer ca. eine bis zwei Stunden)

3.Wettkampf (Postenlauf) mit Besuch von gewünschten Ausbildungslektionen und am Schluss das Sparring (Zeitrahmen ca. vier Stunden bis theoretisch unbegrenzt)

 

Als Ergänzung kann eine Kampfsport- oder Selbstverteidigungsausbildung bei einem Verein besucht werden. Falls aber dazu die Zeit fehlt, ist RGFA (was wie schon beschrieben nur sporadisch nach Zeit, Lust und Laune absolviert werden kann) genau das Richtige.

 

Das Projekt gibt es momentan nur in der Schweiz. Wir verstehen uns als Non-Profit Organisation und wollen einen sinnvollen Zweck fördern. Ebenso wollen wir unser Projekt langsam aufbauen und regional erweitern.

 

Alle Wettkampfleiter/Wettkampfleiterinnen (zurzeit drei, siehe unten, "wer wir sind") haben Erfahrung in Kampfsport und Selbstverteidigung oder arbeiten in Sicherheitsdiensten oder ähnlichen Organisationen. Trotzdem sind wir nicht alle Profis auf allen Gebieten, respektive kennen auch wir nicht die Regeln aller gängigen Kampfsportarten. Bei allen gezeigten Techniken halten wir uns jedoch an offizielle Konzepte (Krav Maga, Reizstoffsprayanwendung und Nothilfe), besuchen Weiterbildungen und Kurse und vermitteln diese nach Lehrbuch.

In einer späteren Phase soll das Ziel sein, dass die Wettkämpferinnen mit zunehmender Erfahrung selber zu Wettkampfleiterinnen werden (sofern gewünscht) und so ihr Wissen nachkommenden Teilnehmerinnen weitergeben, eine Art "Schneeballeffekt" entsteht. Das Projektteam wird sich dann mehr und mehr in den Hintergrund zurückziehen und nur noch beratende Funktion übernehmen. So wird im Endeffekt RGFA "Von Frauen - für Frauen"...

 

 

RGFA-Sparring, die Instruktorin überwacht das Training und zeichnet dieses mit einem Pad auf. Danach wird das Sparring analysiert um so Verbesserungen aufzeigen zu können. Videoaufzeichnungen werden nur nach Wunsch getätigt.
RGFA-Sparring, die Instruktorin überwacht das Training und zeichnet dieses mit einem Pad auf. Danach wird das Sparring analysiert um so Verbesserungen aufzeigen zu können. Videoaufzeichnungen werden nur nach Wunsch getätigt.

Die Vorteile von RGFA

 

Grundsätzlich ist nicht entscheidend, welche Kampfsport- oder Kampfkunstart man ausübt, sondern dass man eine ausübt. Wir wollen keine Konkurrenz zu anderen Kampfsportarten und Kampfkünsten sein, sondern eine einzigartige Ergänzung. Folgendes ist bei RGFA anders:

 

+ Du kannst selber entscheiden, wie oft du ein Training absolvieren möchtest und bist nicht wöchentlich gebunden, respektive an ein Abonnement eines Vereins. 

 

+ Ebenso kannst du selber entscheiden, was du lernen möchtest. Ob du nur kämpfen möchtest (zum Training oder auch nur einfach zum Spass) oder ob du zusätzlich in Kurzlektionen einige Selbstverteidigungstechniken erlernen willst. Oder aber, ob du auch noch einen Postenlauf absolvieren willst und so noch mehr gefordert werden willst.

 

+ Du kämpfst nicht in der Halle und auf weichen Matten, sondern an Orten wo Realität sind. Dies ist eine effektive Vorbereitung auf den Ernstfall. Denn ein Angriff findet nun mal nicht in der gewärmten Halle mit weichem Mattenboden statt. Einfach gesagt: Nur schon zu spüren, wie sich ein harter und nasser Waldboden anfühlt kann eine Art Abhärtung für den Ernstfall sein. Ebenso erfährst du durch den Besuch von historischen und anderen interessanten Kampfplätzen einiges an Hintergründen zu diesen Plätzen.

 

+  Dadurch, dass du auch wirklich kämpfst, erlebst du, was es bedeutet eine Auseinandersetzung zu halten. Dies gibt dir durch wenig Zeitaufwand einen sehr hohen Trainingseffekt, was dein Durchhaltewille und deine mentale Kampfstärke angeht. Ebenso lernst du bei der Auseinandersetzung sehr schnell automatisch gewisse Griffe und Techniken. Schlag- und Kicktrainings gegen Matten in Selbstverteidigungskursen sind gut und auch nötig, jedoch der Benefit für einen Ernstfall ist durch richtiges Kämpfen in Kombination mit vorgezeigten Abwehrtechniken um einiges höher.

 

+ Egal ob Unerfahren oder erfahrene Kampfsportlerin, du entscheidest dein Level und deine Art zu kämpfen. So kannst du selber bestimmen wie stark du gefordert sein willst.

 

+ Spass, aber auch Grenzerfahrungen kommen (wenn gewollt) durch den Postenlauf nicht zu kurz. Du bist in der Natur, lernst dich zu orientieren, durch das Beantworten von Fragen wird deine Allgemeinbildung und deine Geschicklichkeit gefördert und bei Nachtwettkämpfen merkst du wie man sich bei Dunkelheit verhalten soll. Ebenso werden natürliche Ängste abgebaut. Natürlich kann der ganze Wettkampf auch im Zweierteam mit einer Freundin durchgeführt werden.

 

+ Durch die Ausbildungslektionen, welche du auf dem Postenlauf oder direkt vor dem Sparring besuchst, lernst du einiges zum Thema Selbstverteidigung, Kampfsport und 1. Hilfe. Somit ist die Ausbildung kurz und prägnant, das Erlernte bleibt so eher im Bewusstsein und du lernst verschiedenste Techniken und Möglichkeiten, dich zu verteidigen. Je nach Level und Erfahrung bauen die Posten auch aufeinander auf und es ergibt sich so ein Gesamtkonzept. Alle Techniken können dir auch schriftlich nach dem Training abgegeben und Videoaufnahmen können angefertigt werden, was den Trainingseffekt weiter steigert.

 

+ Dadurch, dass nur du und deine Gegnerin (maximal mit zwei Begleiterinnen) vor Ort sind, geniesst du eine intensive Betreuung durch den Instruktror/Wettkampfleiter. Somit ergibt sich das Verhältnis Ausbilder zu Teilnehmer von 1 zu 2, respektive maximal 1 zu 6. So profitierst du sehr viel von den gezeigten Techniken.

 

+ Wenn du dich für einen Postenlauf entscheidest, kommst du je nach Intensität von diesem psychisch und physisch an deine Grenzen. Aber auch das Kämpfen an sich ist körperlich anstrengend und fordernd. Das soll auch das Ziel sein, denn nur wer ans Limit kommt und Grenzerfahrungen macht wird besser!

 

 

Die Nachteile von RGFA

 

- Zurzeit können wir (noch) keine wöchentliche Trainings anbieten, da uns die Instruktorenkapazität dazu fehlt. Wenn du dies möchtest, dann solltest du dich bei einer Selbstverteidigungsschule oder Kampfsportschule anschliessen. Gerne geben wir dir Tips dazu.

 

- Selbstverteidigung muss regelmässig und intensiv trainiert werden, damit diese im Ernstfall erfolgreich ist. In einem 3-Stunden RGFA-Training erhälst du einen ersten Einblick in den Bereich Selbstverteidigung. Es ist Utopie zu denken, danach "fit" in diesem Gebiet zu sein. Trotzdem: Nur schon zu wissen, wie die korrekte Grundposition ist und einige Sequenzen auf ein Schlagpolster geschlagen zu haben bringt dir viel, ebenso zu fühlen wie es ist, wenn du angegriffen wirst. Das Ziel von RGFA ist unter anderem auch, dein Interesse für Selbstverteidigung und Kampfsport zu fördern und dass du dich später ev. einem Klub oder einer Schule anschliesst.

 

- Die Wettkampfleiter machen ihre Tätigkeit gratis und sind nicht auf allen Gebieten des Kampfsports Profis. Wir versuchen, unser Wissen stetig weiter zu entwickeln, aber bei uns erhälst du keine vollkommene Profi-Ausbildung in Selbstverteidigung. Wenn du z.B. Krav Maga vollumfänglich mit allen möglichen Techniken lernen möchtest und Prüfungen absolvieren willst, solltest du ein regelmässiges Training an einer anerkannten Schule besuchen. Die gezeigten Techniken bei RGFA werden jedoch fachlich korrekt anhand Lehrbuch gezeigt.

 

- Da wir zurzeit nur wenige Wettkampfleiter/Innen sind und dies in der Freizeit machen, besteht eine Limite an Wettkämpfen/Trainings pro Monat. Insgesamt können wir momentan ca. 6 - 8 Trainings anbieten. Falls in Zukunft viele Anmeldungen bestehen, kann es zu einer Wartefrist kommen. Unser Ziel ist jedoch mit fortschreitendem Projekt auch zunehmend Wettkampfleiterinne/Instruktorinnen zu rekrutiert und so vermehrt Trainings anzubieten.

 

 

Viele Erklärungen zu RGFA und Antworten auf Fragen findest du im Kapitel "FAQ".

 

Thaiboxtraining beim Römerkastell Irgenhausen in Pfäffikon. RGFA steht auch erfahrenen Kampfsportlerinnen offen, diese können ihre Sportart im Rahmen von RGFA ausüben. Bei entsprechendem Untergrund kann in normaler Trainingskleidung trainiert werden.
Thaiboxtraining beim Römerkastell Irgenhausen in Pfäffikon. RGFA steht auch erfahrenen Kampfsportlerinnen offen, diese können ihre Sportart im Rahmen von RGFA ausüben. Bei entsprechendem Untergrund kann in normaler Trainingskleidung trainiert werden.

Wer wir sind

Marco, Luzern, *1990, KV-Angestellter

Projektleiter RGFA / Wettkampfleiter

 

"Meine Grundidee ist, eine einfache Verteidigungssportart Frauen weiterzugeben. Diese soll zeitlich flexibel und frei wählbar gestaltet sein, ebenso was man in den Trainings lernen möchte."

Steffi, Volketswil, *1993, Malerin und Sicherheitsdienstmitarbeiterin

Vice-Projektleitern / Wettkampfleiterin

 

 "Durch meine Tätigkeit im Sicherheitsdienst und eigener Erfahrung unterstütze ich Marco bei diesem Projekt aus Überzeugung. Ich bin der Meinung, Selbstverteidigung für Frauen wird immer noch von vielen unterschätzt. Bis es einen selber trifft..."

Unterstützt werden wir durch:

Markus, Uster, *1984, Rettungssanitäter und Sicherheitsdienstmitarbeiter

Fotograf

 

"Ursprünglich wurde ich als Fotograf für dieses Projekt angefragt. Auf Grund meiner beruflichen Tätigkeiten wurden zunehmend meine fachlichen Meinungen gefragt und so entschied ich mich, das Projekttema zu unterstützen und meine Erfahrungen für einen sinnvollen Zweck weiter zu geben."

    Stefan, Fehraltorf, *1990, Zugbegleiter SBB

    Webmaster / Postenlauf-Verantwortlicher

    Bild folgt

 Céline, Fehraltorf, *1994, Sicherheitsdienstmitarbeiterin

 Platzverantwortliche, Organisation

 

"Im Sicherheitsdienst habe ich oft mit gefährlichen Situationen zu tun. Nun möchte ich mein Wissen in Selbstverteidigung auch anderen Frauen weitergeben, dass sie sich besser verteidigen können in einem Ernstfall, welcher hoffentlich nie eintrifft."

Ausbildungslektionen in Theorie zum Verhalten in gefährlichen Situationen (Eskalationspyramide Prävention -> Dialog -> Deeskalation -> Rückzug -> Verteidigung)
Ausbildungslektionen in Theorie zum Verhalten in gefährlichen Situationen (Eskalationspyramide Prävention -> Dialog -> Deeskalation -> Rückzug -> Verteidigung)

Die Geschichte hinter dem Projekt und wie RGFA entstand

 

Marco absolvierte im März 2015 einen Sprachaufenthalt auf einer Ranche in Texas, wo RGFA zeremoniell durchgeführt wird (siehe dazu FAQ, "wieso der Name RGFA"). Ein brutaler Übergriff auf eine Freundin im August 2015 schockierte uns, Marco und Steffi, zutiefst. Dieses Ereignis bewog uns zur Idee von RGFA. Wir wollen Frauen durch unser aussergewöhnliches Konzept Kampfsport näher bringen und den Sinn für Verteidigung fördern. Leider wird unsere Gesellschaft immer weniger sicher, täglich erfahren wir dies aus den Medien. Somit soll unsere Idee ein Anstoss sein, dass sich Frauen besser verteidigen können.

 

Ursprünglich wurde eine ähnliche Sportart um 1855 in Texas das erste mal ausgeführt. Damals lebten gut 200'000 Menschen in diesem Gebiet, welches die Grösse von Frankreich hat. Heute sind es gut 29 Millionen. Zu dieser Zeit wurden die Frauen (welche sich in der Minderheit befanden) in diesem Gebiet unterdrückt und die alleinige Herrschaft ging von den Männern aus. Um ein Zeichen zu setzen gegen diese Unterdrückung gründeten auf Basis des englischen Boxens Siedlerinnen eine Kampfsportart, bei welcher Männer ausgeschlossen waren. Zuerst wurde die Sportart nur im Verborgenen ausgeführt und Techniken zur Selbstverteidigung wurden erlernt. Erst mit den Jahren gelang sie im kleinen Rahmen an die Öffentlichkeit. So kam es, dass sich dieser Bewegung einige dutzend Frauen anschlossen und in Wettkämpfen gegeneinander antraten. Gekämpft wurde dazu noch mit Western-Lederstiefeln, angeglich auch teilweise mit Westernsporen. Die Hände waren bandagiert, da Boxhandschuhe noch nicht erfunden waren. Diese Wettkämpfe wurden in der Prärie an markanten Örtlichkeiten ausgetragen und mögliche Techniken zur Verteidigung wurden erlernt. Mit dem Ausbruch des Sezessionskrieges geriet die Sportart wieder in Vergessenheit, zu gross waren andere Sorgen der Bevölkerung.
In den 1990er Jahre besann man sich nach mündlichen Überlieferungen zurück, dass diese Sportart vor über 100 Jahren existierte und gab ihr den Übernamen "Ridinggirlfightart", bezogen auf die Kleidung und das Leben von damals. So wird sie noch heute in traditioneller Form einmal jährlich auf einer Ranch in Texas mit einem kleinen Fest gewürdigt.

Siedlerinnen zur Zeit von 1850 im mittleren Westen von Amerika.